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1. Piratenbillard-Meisterschaft des TCM begeistert die Fans und findet Ihren Sieger

Inspiriert durch eine gemeinsam verfolgte Schlag-den-Raab-Sendung fand am vergangenen Freitag die erste TCM Piratenbillard-Meisterschaft statt.

Beim Piratenbillard handelt es sich um ein sehr altes Holz-Brettspiel, bei dem 4 Spieler gegeneinander antreten und versuchen, mit den Piratenqueues ihre Kugeln in die Basis des gegenüberliegenden Spielers zu bugsieren.

Gefühl und Taktikverständnis benötigt ein Billardpirat, um bei diesem außergewöhnlichen Spiel als Sieger hervorzugehen, genau wie bei unserem Stammsport Tennis.

12 tapfere Piratenbillard-Novizen trafen dazu zusammen, um den ersten Meister unter sich auszumachen.

Zunächst wurde in einer Gruppenphase Spielpraxis gesammelt, die dann nach zwei Matches für jeden Spieler die 8 Halbfinalisten hervorbringen sollte.

Die ersten Partien waren dabei geprägt von taktischem Abtasten und dem Gewöhnen an das komplizierte Spielgerät. Das gelang manchen Billardpiraten besser als anderen. So benötigte etwa Daniel für jeden Schlag gefühlte 10 Minuten, erwies sich dann aber als sicherer Techniker. Weniger Geduld verlangten Dennis und Nici von den zahlreichen Zuschauern, die die Spieler mit Anfeuerungsrufen frenetisch feierten. Die beiden schlugen kurzerhand zahlreiche eigene Kugeln vom Brett. Dabei brachte sich Nici mit vielen gekaperten Gegnerkugeln trotzdem auf die Gewinnerstraße. Mit einem Fünf-Punkte-Schlag gelang ihm auch die ertragreichste Aktion des ganzen Abends. Für die Überraschung desselben sorgte Susi, die gemeinsam mit Alina das Teilnehmerfeld um zwei echte Billardpiratenbräute bereicherte. Mit einem souveränen 4. Platz in der Gruppenphase sicherte sie sich den Einzug in die Endrunde, während Alina zwar die Sympathiewertung des Abends klar für sich ent-, aus dem Turnier aber leider ausschied. Ähnlich erging es Patrick, der sich im zweiten Spiel steigerte und tapfer kämpfte, aber leider nicht weiterkam. Auch Dennis und Nils räumten nach ihrem jeweils tollen zweiten Gruppenspiel das Feld, weil sie beim Auftakt zu wenige Punkte buchen konnten.

Ähnlich wie auf der roten Asche des Tennisfeldes präsentierte sich Steffen aka Tank auch beim Piratenbillard als aggressiver Punkteräuber ohne Sinn für taktisches Geplänkel. Mit großen Abstand zog er als Gruppenerster mit 16 Punkten vor Philipp (13) sowie Daniel und Susi mit jeweils 12 Punkten ins Halbfinale ein. Das 8er Feld wurde von Yannik (11 Punkte) sowie Nici und Armin (jeweils 9) weiter vervollständig. Klammheimlich und durch eine bärenstarke Auftaktpartie getragen komplettierte Jan mit 8 Punkten die Endrunde.

Im ersten Halbfinale der Meisterschaft kam es gleich knüppeldick für Susi, Yannik und Jan: Sie mussten sich gegen den Favoriten Tank behaupten. Vor Allem Yannik ließ sich dabei auf ein persönliches Scharmützel mit dem überlegen auftrumpfenden Favoriten ein und verlor alleine vier Kugeln an seinen Opponenten. So war Steffens Finalbeteiligung gemachte Sache, während sich Jan mit klugem Piratenbillardspiel als Zweiter qualifizierte.

Das zweite Halbfinale litt erneut unter Daniels zermürbender Verzögerungstaktik, die nur Philipp unbeeindruckt ließ. Nici und Christina, die anstatt dem erneut peinlich abklemmenden Armin Stärke bewies, konnten Teilerfolge erzielen. Für den Finaleinzug reichte es jedoch nicht.

Tank, Jan, Philipp und Daniel lautet die Ansetzung des Finales. Auch die fortgeschrittene Uhrzeit – es war mittlerweile nach Mitternacht – erinnerte an die bekannten Schlag-den-Raab-Sendungen. Und genauso spannend verlief die Partie: Mittlerweile an die Spielgeräte gewöhnt, zeigten alle vier Kombattanten beeindruckendes Piratenbillard auf internationalem Niveau. Jan präsentierte eine komplexe taktische Angriffsphalanx, die vor Allem den beiden Flankenspielern Daniel und Philipp das Fürchten lehrte. Steffens aggressive Kapertechnik funktionierte wieder mit beängstigender Effizienz: 4 von 5 Versuchen, gegnerische Kugeln gefangen zu nehmen, gelangen auf Anhieb. Darunter auch einige sehenswerte Diagonalaktionen, die hohes technisches Geschick erfordern. Aber auch die drei Widersacher kamen zu Erfolgserlebnissen. Jan punktete gegen Daniel, der wiederum frech zum Angriff auf Steffen überging. Philipp geriet vermeintlich ins Hintertreffen, zeigte aber eine positive Körpersprache und positionierte sich geschickt für die entscheidende Spielphase.

Hier begeisterte Steffen mit einem gewagten und riskanten Durchmarschmanöver auf seine durch Jan verteidigte Homebase. Der Mut wurde belohnt, denn bereits beim zweiten Versuch eines langen Abschlages – die erste Kugel geriet unglücklich bei Daniel in Gefangenschaft – hatte er die Chance auf einen Dreifachpunkt - einer mehr, als er zum Sieg benötigte. Jan hatte zu diesem Zeitpunkte seine Defensive vernachlässigt und sich in eine Flankengefecht gegen Daniel aufgerieben. Tank setzte seinen finalen Schlag trocken und humorlos ins Ziel: 8 Punkte und der Sieg. Da zu diesem Zeitpunkt Philipp, Jan und Daniel mit jeweils 4 Punkten auf dem Tableau gleich auf waren, wurde zur Ermittlung des zweiten Siegers das Spiel fortgesetzt. Das Gefecht geriet zur aufregenden Zerreißprobe für die Nerven der drei Piraten. Schnell waren alle Spieler stark dezimiert und verlegten sich auf die destruktive Nutzung der schwarzen Kraken-Kugel, mit der keine eigenen Punkte erzielt, aber dem Gegner Schaden zugefügt werden kann. Jan scheiterte kurz vor seiner unbewachten Homebase und musste das Feld Daniel und Philipp überlassen. Philipp beeindruckte mit einer waghalsigen Aufholjagd, als er mit einer Kugel gegen drei Kugeln von Daniel quasi schon am Boden lag. Letztendlich forderte die zahlenmäßige Überlegenheit Daniels ihren Tribut: Philipp verlor seine letzte Kugel, und Daniel lochte ungestört in seiner Homebase ein.

Um halb Zwei fand so die erste jemals ausgetragene Meisterschaft im Piratenbillard ihr Ende und 4 verdiente Finalisten. In der nächsten Auflage wird Tank seinen Titel wieder zur Disposition stellen zu verteidigen versuchen.

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