Jugend-Event: Kanuausfahrt des TCM

Trotz mieser Wettervorhersage ging am Samstag, den 9. August, das Jugendevent des TCM auf dem Neckar über die Bühne: Kanuausfahrt und gemeinsames Grillen in Sulz am Neckar.

Angeführt von Jan-Peter Lorenz sammelten sich am frühen Morgen die Bootsbesatzungen bei Armin Groß in Maichingen. An Bord waren außerdem Piratenbraut Alina Koßmann als einzige Frau, Benni und Philipp Klein, Loris Heunemann, Tobias Hartmann, Michael Seng und Steffen Ratschan.

Nach einer kurzen Einweisung durch den Bootsverleiher wurden die Kanus bemannt: Jan erhielt Verstärkung durch Tobias, Armin teamte mit Benni und Philipp bildete eine Rudermannschaft mit Steffen. Das Dreierboot besetzen Alina, Loris und Michi.

Die ersten Meter auf dem noch ruhigen Fluss dienten der Eingewöhnung, alle Bootsmannschaften machten sich mit ihren Sportgeräten vertraut. Schnell wurde sichtbar, in wessen Adern Seemannsblut fließt und wo eher nicht. Gleichwohl bestanden alle vier Boote Ihre Feuertaufe und machten sich auf, den Neckar zu erobern. Wie immer entbrannte rasch ein Wettbewerb und es wurden zahlreiche heftige Scharmützel ausgetragen, ohne dass ein Boot dabei zu Schaden kam oder ein Fahrer nass wurde. Nachdem alle Teams eine wichtige Schlüsselstelle – das Stauwehr in Sulz-Fischingen – gemeistert hatten, wurde zum gemütlichen Grillen angelandet.

Gestärkt und voller Tatendrang wurde das Paddelgefecht flussabwärts wieder aufgenommen. Dabei erschütterte vor allem Philipp mit seinen grimmigen Ruderschlägen auch versierte Kanuten, und zog, klug gelenkt vom Steuermann Steffen, allen davon. Derweil ging die erste Besatzung baden – Jan und Tobi hatten an einer tückischen Stromschnelle Pech und einen dicken Wacken unter dem Kiel. Keineswegs entmutigt setzen die beiden Ihre Fahrt fort.

Da sich im Dreierboot Schlagmann Loris und Steuermann Michi nicht immer einig waren, füllte sich ihr Gefährt gefährlich mit Wasser. Ein lohnendes Ziel für das Prisenkommando von Philipp und Steffen, die es dabei vor allem auf Beutefrau Alina abgesehen hatten. Doch statt Kadaveropportunismus zeigten die beiden alle Tugenden der christlichen Seefahrt und kamen den Havarierten zu Hilfe. Schnell war das Wasserfahrzeug wieder seetauglich gemacht, und die Fahrt konnte fortgesetzt werden.

Kurz vor dem Ziel lauerten noch zwei anspruchsvolle Abstürze, die derart sicher zu befahren nicht viele Kanuten in der Lage sind. Nachdem auch diese Herausforderungen geschafft waren, legten die neun Fluss-Schiffer elegant in Horb am Neckar an.

Die tollen Erlebnisse wurden sogleich bei weiterhin sonnigem Wetter in einer Manöverkritik bei Eis und Espresso besprochen.

Danke an Jan und Michi für die exzellente Organisation, Mast- und Schotbruch und immer eine Handvoll Wasser unter dem Kiel!